
Spät am Abend in meinem Büro in Hannover öffnete ich vor kurzem mein 'Gitarren-Projekt'-Spreadsheet. Ich starrte auf eine vergilbte Quittung von vor 25 Jahren – mein erster Versuch an der Gitarre. Mir wurde klar, dass ich in den letzten Monaten mehr Zeit damit verbracht hatte, Kurse zu analysieren und Kosten-Nutzen-Rechnungen aufzustellen, als tatsächlich die Saiten zu berühren. Als Projektleiter liegt mir die Planung im Blut, aber am Ende zählt das Ergebnis auf dem Griffbrett.
Bevor ich ins Detail gehe, ein kurzer Transparenzhinweis: Einige Links in diesem Bericht sind Affiliate-Links. Falls Sie sich über diese für einen Kurs entscheiden, erhalte ich eine Provision – für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Ich empfehle hier nur Formate, die ich selbst über Wochen in meinen Alltag integriert und systematisch durchgerechnet habe.
Die Kalkulation: Warum Michigit in mein Budget passt
Wenn man mit 47 Jahren wieder anfängt, stellt man sich andere Fragen als mit 17. Es geht nicht mehr darum, der nächste Rockstar zu werden, sondern um eine sinnvolle Freizeitgestaltung, die sich zwischen Überstunden und familiären Verpflichtungen realisieren lässt. Mein Ansatz war daher rein mathematisch: Was kostet mich eine Übungseinheit bei einer geschätzten Lerndauer von zwei Jahren? Hier bietet der Michigit Gitarrenkurs ein interessantes Modell gegenüber Abo-Anbietern wie meineMusikschule.
Während Abonnements darauf setzen, dass man kontinuierlich zahlt, bietet Michigit oft den Einmalkauf an. Für einen langsamen Lerner wie mich, der beruflich bedingt auch mal zwei Wochen aussetzen muss, ist das ein entscheidender Vorteil. Wenn ich den Kurspreis auf 24 Monate umlege, lande ich bei einem Betrag, der kaum höher ist als zwei Kaltgetränke in der Innenstadt. Das nimmt den Druck, 'liefern' zu müssen, nur weil das Abo Ende des Monats abläuft. In meinem Vergleich mit dem norberg Gitarrenkurs, der ebenfalls auf Beständigkeit setzt (das Produkt ist immerhin seit 11,5 Jahren stabil am Markt), fiel mir auf, dass Michigit besonders bei der visuellen Aufbereitung punktet.

Der YouTube-Faktor und die psychologische Sicherheit
Es gibt eine gewisse psychologische Sicherheit, wenn man von jemandem lernt, den man bereits aus kostenlosen Videos kennt. Michel, das Gesicht hinter Michigit, produziert bereits seit 2015 Material. Als vorsichtiger Wiedereinsteiger senkt das die Barriere massiv. Man weiß genau, welcher Erklärstil einen erwartet. In einer Welt voller Klickköder und 'Lerne Gitarre in 24 Stunden'-Versprechen wirkt die Bodenständigkeit hier fast schon beruhigend.
Ich erinnere mich an einen Moment Ende März, als ich meine alte Westerngitarre aus dem Keller holte. Der spezifische metallische, leicht staubige Geruch der alten Saiten stieg mir in die Nase, während ich versuchte, sie auf die Standardfrequenz von 440 Hz zu stimmen. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ich dieses Instrument ernsthaft in den Händen hielt. Ich dachte mir: 'Wenn ich ein 500.000 Euro Budget im Job verwalten kann, sollte ich es auch schaffen, einen sauberen G-Dur-Akkord zu greifen, ohne die hohe E-Saite abzudämpfen.' Doch die Realität sah anders aus.
Hürden im Projektalltag: Wenn die Finger streiken
Mein erster Meilenstein im Projektplan war 'Knockin' on Heaven's Door'. Ein Klassiker, dachte ich. Ich verbrachte an einem Abend fast zwei Stunden am Stück damit, die Wechsel zu perfektionieren. Das Ergebnis? Am nächsten Morgen waren meine Fingerkuppen so wund, dass ich meine Projektberichte im Büro kaum tippen konnte. Das war eine klassische Fehlplanung der Ressourcen. Michigits Videoqualität half mir später dabei, meine Handhaltung zu korrigieren, um diese unnötige Belastung zu reduzieren.
Mitte Juni bemerkte ich jedoch eine typische Gefahr des Einmalkaufs. Ohne die monatliche Abbuchung auf dem Kontoauszug, die mich bei einem Modell wie meineMusikschule ständig ans Üben erinnert hätte, drohte das Projekt einzuschlafen. Ich musste mir eigene Meilensteine setzen. Für einen Erwachsenen ist die größte Hürde nicht die Komplexität der Griffe, sondern die Disziplin, wenn kein Lehrer mit der Stoppuhr daneben steht. Wer hier Unterstützung sucht, sollte sich ansehen, wie die Michigit Community beim Wiedereinstieg hilft.

Struktur vs. Songauswahl: Ein Vergleich
Ein interessanter Aspekt bei Michigit ist der songbasierte Ansatz. Im Gegensatz zum norberg Kurs, der mit einer extrem niedrigen Stornoquote von nur 0,44% glänzt und sehr methodisch vorgeht, fühlt sich Michigit etwas freier an. Das kommt mir entgegen, wenn ich nach einem langen Arbeitstag keine Lust auf trockene Theorie habe. Dennoch ist Theorie wichtig, wie ich im Vergleich zum Norberg Kurs feststellen musste.
An einem verregneten Sonntag im Juli saß ich im Wohnzimmer und merkte, wie sich die Schultern bei einem schwierigen Akkordwechsel unbewusst hochzogen. Diese körperliche Anspannung ist ein direktes Resultat davon, dass wir Erwachsenen das Spielen oft zu sehr 'verkopfen'. Wir wollen die 6 Saiten perfekt kontrollieren, anstatt einfach dem Rhythmus zu vertrauen. Michigit bietet hier gute Ansätze, um genau dieses Rhythmusgefühl für Einsteiger zu schulen.
Fazit nach sechs Monaten: Lohnt sich die Investition?
Bis Ende August hatte ich meine Lernkurve genau dokumentiert. Mein Fazit: Wer eine klare, modulare Struktur sucht und die Motivation aus einem laufenden Abo zieht, ist bei meineMusikschule vielleicht besser aufgehoben. Doch für den typischen 'späten Neustarter', der den Wert eines stabilen, seit Jahren gepflegten Kurses schätzt und lieber einmal zahlt, um dann in seinem eigenen, oft langsamen Tempo zu lernen, ist Michigit die rationalere Wahl.
Der Kurs bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem wenn man bedenkt, dass man Zugriff auf Material erhält, das seit 2015 kontinuierlich optimiert wurde. Es ist kein 'Schnellkurs', sondern ein Begleiter für ein langfristiges Hobby. Wenn Sie also, wie ich, die Gitarre nicht wieder im Keller verstauben lassen wollen, ist der Michigit Gitarrenkurs eine Investition, die sich spätestens beim ersten flüssig gespielten Song am Lagerfeuer amortisiert hat.
Michigit Gitarrenkurs
Vorteile
- + Kein Abo-Druck durch Einmalzahlung möglich
- + Hohe Vertrautheit durch langjährige YouTube-Präsenz
- + Sehr praxisnaher, songbasierter Lernansatz
- + Gute Videoqualität für detailgenaue Griffe
Nachteile
- ✘ Erfordert mehr Eigenmotivation als ein Abo-Modell
- ✘ Theorie-Teil könnte für Analytiker noch tiefer gehen